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Yr a oydo

Yr a oydo

Über die CD

MORE HISPANO : Yr a oydo

Vicente Parrilla (Blockflöte, Leitung), Raquel Andueza (Sopran), Fahmi Alqhai (Viola da Gamba), Jesús Fernández-Baena (Theorbe), Miguel Rincón (Laute), Javier Nunez (Cembalo), Álvaro Garrido (Percussion)

Yr a oydo ist ein altspanischer Ausdruck für „sich dem Gehör folgend bewegen“ und der Name für das innovative Projekt des jungen spanischen Ensembles MORE HISPANO unter dem Blockflötisten Vicente Parrilla. Yr a oydo verfolgt ein ebenso ehrgeiziges wie einzigartiges Ziel: Die vollständig improvisierte Darbietung Alter Musik, in diesem Fall spanischer und italienischer Werke des frühen 17. Jahrhunderts, ohne dabei jemals das Wissen über historische Aufführungspraxis gering zu schätzen.

Es spielen unter anderen Fahmi Alquai, Viola da Gamba, sowie die Sopranistin Raquel Andueza, die auch bei L'Arpeggiata unter Christina Pluhar singt. Es erklingen Werke von Monteverdi, Barbara Strozzi, B. Ferrari, Diego Ortiz und Anderen.

Nominiert for ICMA 2011!

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"MORE HISPANO besteht aus einigen der begabtesten spanischen Musikern ihrer Generation, was sie mit überbordenden, oftmals die Grenzen ihrer Instrumente ausreizenden Verzierungen und Improvisationen mehr als beweisen. […] Yr a oydo ist einer der außergewöhnlichsten und mächtigsten Beiträge, den jemals ein spanisches Ensemble zur Diskografie der Alten Musik geleistet hat.“
Pablo J. Vayón / Scherzo Magazin 06/2010

Wirklich ist hier die ewig junge Kunst der Improvisation, die sich am wirksamsten live entfaltet, gekonnt auf Dauer gebannt. Die Aufnahme verliert auch bei mehrmaligem Abspielen nichts von ihrer Spielfrische und dem mitreißend begeisterten Schwung. Ausgangspunkt dieser laut CD-Rückseite „improvised music based on works by…” ist der harmonische und der Bass-Loop und somit eine Spirale der Wiederholungen, darüber sich die Veränderungen entspinnen. Auch die Zäsuren und Pausen sind im Takt, Verlangsamungen sind organisch eingebunden, zur Einigkeit ‚vernähte‘ Stücke wie in den Folias fließen ineinander oder sind durch unmerklich überleitende Perkussion als Scharnier verbunden. Doch wie viel Wissen, Können und Erfahrung braucht es, um derart frei spielen zu können – im Bestfall auch noch souverän im Kollektiv wie zu Ende der Gaillarde nach Pierre Attaignant, die instrumental tänzerisch beginnt und sich in rankenden Arabesken aus Blockflöte und trällender Singstimme zum orgiastischen Triolog aus zwei Solierenden und der nicht weniger bedeutenden Begleitung hochschaukelt! Während diese verspielte Nummer elegant ausläuft, beginnt das folgende, fast tumultuarische Guardame las vacas nach Ortiz mit der Plötzlichkeit einer Naturgewalt. Die Ciaccona nach Monteverdi schließlich rundet nach rauschhaftem Aufblühen mählich ab, entzieht sich sanft dem Hörer, der nur ungern wieder aus dem Zauber der alten Weisen auftaucht.
S. Knauer / Concerto Magazin 01/2011


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