Yugen

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Werke von Toyohiko Satoh. Mit Chiyomi Yamada und Walter van Hauwe.    

Chiyomi Yamada - Sopran
Walter van Hauwe - Blockflöten
Toyohiko Satoh - Laute

Der japanische Begriff “Yugen” wird oft übersetzt als
“ein Gewahrsein des Universums, das nicht mehr in Worte zu fassende emotionale Reaktionen hervorruft.”

Diesen Titel gab Toyohiko Satoh dieser neuen Aufnahme seiner eigenen Kompositionen für Gesang, Laute und Flöten, die er im Lauf des letzten Jahrzehnts geschaffen hat, in einer Zeit tiefer Auseinandersetzung mit traditioneller japanischer Spiritualität, Tee-Zeremonie und Zen.

Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Europa. Nun, gegen Ende seiner künstlerischen Laufbahn, zeigt er in seinen Kompositionen ein ganz eigenes Verständnis der Verbindung sowohl von westlicher und fernöstlicher Kunst, als auch von traditioneller und Kunstmusik.

Gemeinsam mit der Sopranistin Chiyomi Yamada und dem weltbekannten Blockflötisten Walter van Hauwe erschafft Toyohiko Satoh hier eine einzigartige Klangwelt, die sich einer klaren Stilistik entzieht, dafür aber um so bezaubernder anzuhören ist.

Rezension: "Der CD-Tipp zum Anhören!"

Der Begriff "Yugen" kommt aus dem Chinesischen und bedeutet ursprünglich so viel wie dunkel, tief, mysteriös. Yugen bezeichnet das, was hinter der Fassade sprießt - das leise Angedeutete, Verborgene. Und im Falle der neuen CD von Toyohiko Satoh ist Yugen auch ein Begriff für grazil-elegante Musik. Der Komponist, Teemeister und Künstler Toyohiko Satoh ist einer der einflussreichsten Lauteninterpreten seiner Generation. Seinen Sinn für subtile Schönheit hat er vielfach bewiesen - in Einspielungen mit Spezialisten für Alte Musik wie Gustav Leonhardt oder Nikolaus Harnoncourt. Und nun in seinen zarten Eigenkompositionen. Nach vielen Jahrzehnten in Europa lebt Satoh inzwischen wieder in Japan und beschäftigt sich vermehrt mit den alten Kulturen von Ost und West. Dieses gesteigerte Interesse an der Vergangenheit schiebt er aufs Älterwerden. Wenn beim Schürfen im Früher so wunderbar tiefe Musik herauskommt, neue Musik, umso besser.

Verbindung zur Vergangenheit
Satoh ist jetzt 73 Jahre alt und er glaubt fest, fast esoterisch, daran, dass es eine Verbindung gibt zwischen ihm und den Menschen von damals, im 17. Jahrhundert, als sich Lautenspieler und -komponisten in Europa mit ganz ähnlichen Konzepten beschäftigten wie er heute. Die Laute - damals Mainstream, so relevant wie bei uns heute das Klavier. Aber als die Musik im Barock schneller und pompöser wird, ist da kein Platz mehr für das so sanft klingende Instrument. In die Nische vertrieben blüht sie weiter - bis heute. Eine Nische, die eine ganze Welt birgt.

Tief ins Innere gekehrte Stimmung
Gesang, Laute und Blockflöte von Satoh, wenngleich das westlich sozialisierte Ohr wohl immer zuerst das gemeinhin als Fernöstlich bezeichnete heraushört. Und das ist durchaus gewollt, denn Satoh hat sich für seine 16 Stücke bei traditionellen japanischen Volksliedern bedient. Seine Kompositionen tragen so klingende Namen wie "Zuizui zukkorobashi" oder "Kokiriko bushi" und sie sind durchsetzt auch von westlichen Einflüssen, von Shakespeare-Texten etwa. Satoh erschafft hier eine ganz eigene, eine neue Art von Yugen. Die CD erzeugt eine tief ins Innere gekehrte Stimmung, zu der eine dünnwandige Schale mit warmem Tee passt, Räucherstäbchen, Kerzenlicht - und eben diese mattglänzende Musik, die nichts darstellen will, sich nicht größer macht, als sie ist.

Wunderbarer Fluchtpunkt im Spätherbst
Einziges Manko: der Gesang, ausgerechnet. Denn manchmal trifft Satohs Frau, die Sopranistin Chiyomi Yamada, nicht ganz den richtigen Ton; da hat man dann eher eine etwas unförmige Tontasse vor Augen als die filigrane Teeschale. Dennoch: Trotz leichter stimmlicher Schwächen ist die Musik der neuen CD von Toyohiko Satoh ein wunderbarer Fluchtpunkt im mitunter betongrauen Spätherbst. Nicht einmal die Blockflöte stört - ganz im Gegenteil, denn der Niederländer Walter van Hauwe entlockt ihr wundersam-wohlklingende Melodien.
BR, CD-Tipp 22.11.2016

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