Nymphidia - The Court of Faerie
Über die CD
Pantagruel sind: Anna Maria Wierød (Sopran), Mark Wheeler (Laute, Cister, Bandora), Dominik Schneider (Blockflöten, Traversflöten, Renaissancegitarre)
Nymphidia präsentiert phantastische Balladen, Tänze und Instrumentalstücke aus dem elisabethanischen England. Die Lieder erzählen von Feen, Nymphen und allerlei Märchengestalten, von der übersteigerten Verkörperung weiblicher Archetypen durch Königin Elisabeth und der bodenlos dunklen Melancholie der englischen Metaphysiker, Alchemisten und Dichter. Mit Gesang, Lauten, Zistern, Renaissancegitarren und Blockflöten wird hier ein äußerst lebendiges und farbenfrohes Portrait einer faszinierenden Epoche der Geschichte gezeichnet.
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“Pantagruel sind erstaunlich! Vom ersten Ton an laden sie ihre Hörer in eine neue Klangwelt ein, die gleichzeitig angenehm und herausfordernd ist und sofort klar macht, dass es sich hier um etwas ganz Besonderes handelt. [...] Hier geht “Alte Musik” ganz neue Wege! Ich finde sie großartig.”
Anthony Rooley
Was die Renaissance Spezialisten von Pantagruel auf ihrem neuen, dritten Album Nymphidia – The Court of Faerie eingespielt haben, kann man nur mit phänomenal bezeichnen. Waren schon die zwei bisher erschienenen Alben Elyzium und Lady Louthians Lilt schon großartige Werke, so können sie mit Nymphidia – The Court of Faerie noch einmal eine Stufe zulegen und festigen ihren Ruf als herausragendes Ensemble für die Musik der Renaissance.
Getragen wird die Musik von den beiden Instrumentalisten Mark Wheeler an Laute, Cister und Bandora, sowie Dominik Schneider an den Blockflöten, Traversflöten und der Renaissancegitarre. Was die beiden Gründer des Trios – die zufällig im Jahr 2000 in einem Plattenladen zusammentrafen und sofort für ein gemeinsames Projekt bereit waren – an musikalischer Vielfalt zustande bekommen, ist in seiner Bandbreite enorm. Sie beherrschen ihre Instrumente scheinbar mühelos und können neben halsbrecherischer Geschwindigkeit auch mit einer lyrischen musikalischen Sprache dienen. So gelingt es mühelos das ganze Spektrum der Musik abzubilden.
Was dem Ganzen dann die Krone aufsetzt ist der Gesang von Anna Maria Wierød, die seit 2009 das Trio ergänzt. Die dänische Sopranistin singt mit ihrem vibratofreien Gesang fast schon in einer Liga wie z.B. die große Emma Kirby. Ein seltenes Ausnahmetalent und die perfekte Ergänzung für Mark Wheeler und Dominik Scheider.
Anzumerken ist auch die wieder hervorragende Klangqualität, wie dies bei einer Produktion aus dem Hause Carpe Diem mit Produzent Jonas Niederstadt auch zu erwarten ist. Hier wandelt das Label auf den Spuren von ECM (wenn auch mit einer ganz eigenen Klangästhetik).
Pantagruel muss man hören – und sehen, denn live wird die Musik mit Improvisation, Gestik erweitert. Nymphidia – The Court of Faerie gehört ohne Wenn und Aber in jede gut sortierte Plattensammlung.
Empfehlung!
I. Andruschkewitsch / Musik an sich 02/2011
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